Montag, 9. Mai 2016

Der beste Soundcheck ever :D :D

Heute wird`s nur kurz und knackig, dafür aber umso amüsanter. Ich habe im Studio schon viele groteske Situationen erlebt, muss aber zugeben, dass ich sowas wie in diesem Video noch nie gesehen habe :-)

Dienstag, 10. November 2015

Grundlagen Effekte/ Teil 3: Modulationseffekte

Was ist überhaupt Modulation? Eine Modulation entsteht(Veränderung einer Schwingung) erreicht man durch die Einwirkung von Oszillatoren, kurz LFO`s (Low Frequency Oscillator). auf einzelne Parameter. Bei den Oszillatoren handelt es sich um Spannungsgeneratoren, je nach Vorgabe, schneller oder langsamer schwingen können. Anschaulich kannman dies am Beispiel eines Tremolos erklären. Hier steuert ein LFO den Lautstärkeparameter periodisch und in einer hohen Frequenz, moduliert also die die Tonhöhe des Signals leicht auf und ab (= Vibrato). Im Folgenden stelle ich euch nun die drei wichtigsten Vertreter der Modulationseffekte vor. Chorus
Dies ist der wohl am einfachsten gestrickte Modulationseffekt. Mit ihm kann man eine Art Ensemble Effekt erzeugen, ungefähr so wie wenn mehrere Musiker zusammen spielen und so minimale Zeitverzögerungen beim Spiel der einzelnen Musiker enstehen.Zusätzlich modulieren die Oszillatoren die leicht unterschiedliche Tonhöhenstimmungen subtil. Dadurch ensteht der typische, subtile Chorus Effekt, der z.B. Keyboard, und Fretlessbässe in der Wahrnehmung genehmer, weicher und runder macht. Flanger
Phaser
Der Phaser ist ein enger Verwandter des Flangers, arbeitet aber etwas anders. Wie der Ausdruck schon beschreibt entsteht der Phaser Effekt durch die Veränderung der Phasenlage des Signals. In der heutigen Musikproduktionen arbeitet der Phaser meist volldigital, wie die meisten anderen Modulationseffekte auch. Der Soundeffekt beim Einsatz eines Phasers lässt das Signal metallischer und künstlicher als der eines Flangers wirken. Phaser benutzt man hauptsächlich bestimmte Teile eines Songs mit außergewöhnlichen Sounds abwechlungsreicher und interessanter zu machen. Modulationseffekte sind keine klassischen Insert oder Send-Effekte. Je nach Anforderung können sie auf unterschiedliche Weise in ein Projekt eingebunden werden. Die meisten Modulationseffekte haben voreingestellte Presets. Mit ihnen herum zu experimentieren lohnt sich auf jeden Fall, sie können inspirierend wirken und einem einen kreativen Push und neue Ideen zur Soundgestaltung liefern.geben.

Grundlagen Effekte/ Teil 2: Delay

Ein Dealy ist im Grunde nichts anders als ein Echo. Dies ist auch die Übersetzung des Effekts. Nach dem Hall ist das Dealy wahrscheinlich der zweitwichtigeste Effekt beim Mischen und wird in der einen oder anderen Form in fast jeder modernen Musikproduktion eingesetzt. Delay ist ein schon ziemlich alter Effekt und war zu Beatzeiten ein beliebtes Stilmittel. Bei vielen alten Rock `n Roll oder auch Elvis - Aufnahmen könnt ihr z.B. das bekannte "Slap-Delay" hören. Mehr dazu später.


Doch nun zu den Einstellungsmöglichkeiten dieses Gerätes. Ich werde mich hier auf die wicxhtigsten Parameter beschränken, da es auch bei den Delays viele ziemlich ausgetüftelte Geräte mit nahezu unendlichen Manipulationsmöglichkeiten gibt:


Delay-Zeit
Die Verzögerung (meist in Millisekunden oder Notenwerten) des Einganssignals wird über dieses Parameter eingestellt. Ein Delay funktioniert in den allermeisten Fällen  besser wenn es synchron zum Songtempo eingestellt wird, über die heutzutage im homestudio eingesetzen  digitalen Delay plug-ins lässt sich das Echo ziemlich bequem automatisch zum Songtempo einstellen.


Feedback
Nachdem das erste Echo erklungen ist wird das Ausganssignal wieder an den Eingang zurückgeführt. Dieses Prinzip wird Rückkopplung oder eben auch Feedback genannt. Der Feedback Parameter bestimmt also die Anzahl und Dichte der einzelnen Signalwiederholungen.


Delay-Panorama
Dieser Regler ermöglicht die einzelnen Echos im Stereobild zu platzieren. Das ist insbesondere dann hilfreich wenn sich die Wiederholungen mit  dem Ausgangssignal in die Quere kommen oder Gefahr laufen dieses zu maskieren.



In komplexer ausgebauten Hallgeräten kann man auch mehrere, voneinender unabhängige Delaystränge (Tap-Delay) entwickeln. Dabei kann man das Echoverhalten des Signals quasi feri und unabhängig voneinander staffeln.


Wie verwendet man Delays?

Mit Delay kann man zum einen Signale größer und breiter wirken lassen. Dies erricht man, z.B.indem  man mit einem Stereo-Delay ein Monosignal links und rechts mit Echos "umspielen lässt". Zum anderen kann man, gerade bei sehr "luftigen" Produktion mit itrickreich getimten Delays  die Zwischenräume füllen und das Arrangement somit komplexer und interessanter machen. Delays können aber auch stilangeben für eine bestimmte Musikrichtung sein, wie das eingangs erwähnte

Slap-Delay
Diese spezielle Form des Delays geht auf auf die Zeit zurück, in der man versuchte künstliche Räumlichkeit durch spezielle Echokammern zu erzaugen. Diese kleinen Schallkammern warfen das eingespielte Audiomaterial schnell und reflexionsreich zurück, dadurch entsand eine sehr kurze Echoverzögerung. Dieses Echo wurde dann in der Rock `n Roll Ära als charakteristischer Effekt auf Vocls und Gitarren gegeben. Hört euch mal alte Aufnahmen von Chuck Berry an und ihr wißt sofort um was es geht.

Zum Schluß wäre noch zu beachten, dass der Delay- Effekt, genau wie der Hall-Effekt in den meisten Fällen als send Effekt eingesetzt wird. Das heißt das plug-in wird in einen Aux-CHannel geladen und dann mischt man den Echoanteil , je nach Wunsch den einzelnen Instrumenten zu. Deswegen sollte hier , falls vorhanden, der Wet Regler immer auf 100% stehen.

Grundlagen Effekte Teil 1/ Hallgerät

Warum wir Effekte in der Musikproduktion habe ich im letzten Beitrag ausführlich erklärt. Wir können unseren Mix durch Zuhilfenahme von Effekten interessanter gestalten, wir können ihm räumliche Tiefe und Breite geben und wir können den Mix größer und fetter erscheinen lassen. Wir beginnen mit dem wahrscheinlich wichtigsten Vertreter dieser Gattung: Dem Hallgerät. Um zu verstehen wie man mit einem Hallgerät arbeitet, muss man erst einmal verstehen wie der Schallverlauf überhaupt entsteht. Dieser entwickelt sich in drei Stufen: Nachdem der Schallimpuls stattgefunden hat hören wir zunächst den Direktschall,also das unmittelbare Schallereignis, gleich darauf folgen die Ersten Reflexionen (early reflections), d.h. der Schall trifft souzusagen auf die Hindernisse seiner Umgebung, die early reflections prägen somit unsere räunliche Wahrnehmung, also wie groß der Raum, Platz etc ist, in dem das Schallereignis sattfindet, zum Schluss folgt dann die eigentliche Halldauer oder der Nachhall. Wie sich der Nachhall genau gestaltet hängt wiederum stark von der Größe des Raumes und vor allem auch der Beschaffung der Oberfläche dieses Raumes oder Ortes ab. Mit unserem Hallgerät können wir diesen Schallverlauf und die dazugehörige Räumlichkeit nun künstlich erzeugen und darüberhinaus noch an ziemlich vielen Feinheiten diesbezüglich runfummeln. Ein Hallgerät wird meist als Send-Effekt über einen Aux-Kanal dem eigentlichen Sigbal hinzugemischt und sieht so oder so ähnlich aus:
Nun zu den Parametern und deren Wirkung im einzelnen: Early Reflections Hier könnt ihr vor allem Einfluss auf die räumliche Wahrnehmung des Hörers nehmen. In dem oben abgebildeten Hallgerät kann man z.B. die Größe und Form des Raumes bestimmen. Es besteht natürlich auch die Möglichkeit mit diesen Parametern Klangräume zu schaffen, die es so in der Realität gar nicht gibt. Nachhallzeit Die Nachhallzeit ist im Prinzip selbsterklärend. Hier kann man über die Zeiteinstellung in Millisekunden festlegen wie lange der hall braucht, bis er ausgeklungen ist. Halldichte ( Density, Diffusion) Über diese Parameter kann man den zeitlichen Abstand innerhalb der Reflexionen der Hallfahne einstellen. In einem kleineren Raum treffen diese sehr schnell aufeinander in einem größeren Raum ist es genau umgekehrt. Pre-Delay (Vorverzögerung) Das Pre-Delay ist die Zeit in Millisekunden, die zwischen dem Eintreffen des Direktschalls und dem Einsetzen der eigentlichen Hallfahne vergeht. Es formt damit auch den Eindruck der Entfernung zum eigentlichen Schallimpuls. Achtung verwirrend: Ein Signal mit kurzem Pre-Delay wirkt wie ein Schallereignis in weiter Entfernung, während ein Signal mit langem Pre-Delay dem Hörer eher den Eindruck eines nahen Schallereignisses vermittelt.

Wozu Effekte in der Musikproduktion ?


I
n den ersten Beiträgen dieses Blogs haben wir uns mit den wichtigtsten Grundlagen des Musik mischens auseinander gesetzt ( Lautstärkeverhältnisse der einzelnen Instrumente, die Verteilungd derselben im Stereofeld (Panorama), der Bearbeitung der einzelnen Frequenzbereich und zu guter letzt den richtigen Einsatz eines Kompressors.


Heute starten wir mit den Effekten in der Musikproduktion. In den nächsten Beoträgen beschäftigen wir uns mit den beiden wohl am häufigsten verwendeten Effektion in der Musikproduktion, mit Hall (Reverb)) und Delay (zu deutsch: Verzögerung). 



Wozu setzen wir Effekte in der Musikproduktion ein?

  • Um Räumlichkeit zu simulieren
Ein erster wichtiger Punkt ist hierbei mit Sicherheit die Räumlichkeit. Der Großteil der Insrumente und Vocals wird heutzutage komplett ohne Effekte, als "trocken" im Tonstudio aufgenommen, um sich danach noch möglichst vielen Bearbeitungsmöglichkeiten offen zu halten. Würde man einen Song mit den vorhandenen "trockenen" Spuren zusammenmischen, gäbe das ein sehr sprödes und dünnes Klangbild. Allein schon deswegen weil wir aus unserem Alltag Klänge praktisch nur in Verbindung mit Räumlichkeit kennen. Man denke hier an den recht trockenen Sound bei uns zu Hause, den "halligen" Sound im Badezimmer, einem Tunnel oder einem langen Gang oder dem Echo, das zurückkommt wenn man es in die Berge hineinruft.

All diese räumlichen Schallwahrnehmungen können wir mit Effekten in der Musik künstlich simulieren. 


  • Um eine Tiefenstaffelung der einzelnen Instrumente zu erzeugen

Wenn wir uns Musiker oder eine Band auf der Bühne vorstellen, stehen diese dort ja auch nicht alle in einer Reihe nebeneinander, sondern ebenfalls gestaffelt, der Sänger oder die Sängerin steht   ganz ganz voren, etwas dahinter meist der Bssist und die Gitarristen und noch wietre hinten dan das Schlagzeug, die Keayboards und evtl die Backroundsänger oder Blechbläser etc. Um diese Staffelung in der Musikproduktion künslich zu erzeugen verwenden brauchen wir Effekte. Hall und Delay sind hierbei unsere erste Wahl. Ein verhalltes Signal kommt uns weiter entfernt vor als ein trockenes Signal und wenn man sich in einer Kirch unterhält wirkt die Stimme aufgrund des großen Raumes auch wesentlich eindrucksvoller und mächtiger als wenn wir uns daheim in unserem Kleiderschrank unterhalten, weil eben jener viel weniger Rauminformationen aufbietet und außerdem durch die in ihm hängenden Kleider ein sehr trockenes Klangbild erzeugen wird, wohingegen die Kirche aus Steinwändenn wesentlich mehr Hall und Reflexionen erzeugen......na ja ihr wesst jedenfalls was ich meine :D.


  • Um Sounds lebendiger und eindrucksvoller zu machen

Einerseits gibt es in jedem Song Instrumente, die "den Song zusammenhalten" , sein Fundament bilden und ihm Stabilität verleihen. Darüberhinaus verfügen aber viele erfolgreiche Songs über Sounds, die einen starken Wiedererkennungswert, also das "Gewisse Etwas" haben. Als Beispiele kann man hier z.B. den Keyboardsound von Phil Collin`"another day in paradise", Den stark übertriebenen Autotune Effekt in Chers"Believe" oder die absichtlich leicht verstimmte Percussion in Lyyke Li`s "I follow rivers" aufzählen.



Effekte in der Musikproduktion dienen also dazu einem Song künstliche Räumlichkeit, Breite und Tiefe und das gewisse Etwas zu veleihen.

Die sechs Frequenzbereiche und ihre Eigenschaften

Die sechs Frequenzbereiche und ihre Eigenschaften Heute möchte ich über die sechs verschiedenen Freuqnzbereiche schreiben, die wir im Tonstudio unterschreiben. Diese Bereich und ihre Klangeigenschaften zu kennen ist essentiell, wenn man gute Musikmischungen fabrizieren möchte. So weiß man schnell wenn z.B. Wenn ein Mix matschig, dröhnig, dünn oder anstrengend grell klingt, in welchem Frequnezbereich man suchen muss um den Fehler zu beheben. Die sechs verschiedenen Frequenzbereiche sind: Sub-Bass Bass Tiefmitten Hochmitten Präsenz Höhen Nachfolgend erläutere ich kurz die einzelnen Bereiche: Der Sub-Bass Bereich Der Sub-Bass Bereich umfasst das untere Ende unseres Hörbereichs. Töne in diesem Bereich werden mehr gefühlt oder wahrgenommen als dass sie tatsächlich gehört werden. Das menschliche Ohr reagiert auf diesen Bereich sehr sensibel.. Die Frequenzen vermitteln uns in diesem Bereich meist ein Gefühl von Größe und Stärke, das hängt auch mit unseren unbewussten Assoziation von Gefahrensituationen zusammen. Oft arbeitet z.B. die Filmindustrie mit dieser psychoakkustischen Wirkung, um uns mit gezielten Sub-Bass Effekten in Angst und Schracken zu versetzen. (Schon mal die Schritte King Kongs im Kinosaal gehört? :D) Der Bass-Bereich In diesem Bereich finden sich meist die Grundtöne zu Akkorden eines Songs. Mixe, denen es an NBassfrequenzen fehlt klingen meistens dünn. Bassfrequenzen haben sehr viel Energie und müssen, um von unserem Ohr wahrgenommen zu werden deutlich lauter sein als z.B. mittige Frequenzen. Im übrigen sind Bassfrequenzen für unser Ohr nur sehr schwer lokalisierbar. Der Tief-Mitten Bereich Hier finden wir wichtigste harmonischen Klänge, die oftmals den Klangcharacter und die Klangfarbe eines Instrumentes definieren. Viele Instrumente entwickeln über diese Frequenzen ihre Fülle und Wärme. Nehmen die Tiefmitten im Gesamtmix allerdings überhnad, entseht der berühmte, undefinierte Klangmatsch Im Tiefmitten-Bereich haben die meisten Instrumente Frequenzanteile, deswegen sollte man hier bei der Musikproduktion ein besonderes Augenmerk darauf richten, dass dieser Bereich möglichst nicht zu überladen klingt Der Hoch-Mitten Bereich Im Hoch-Mitten Bereich finden wir die Frequentanteile, die einen Mix klarer und transparenter machen können. Zuviel des Guten in diesem Bereich läst die Mischung blechern oder näseln klingen, fehlen diesen Frequenzen empfinden wir den Mix als dampf. Vorzugasweise E-Gitarren und Snares entwickeln hier ihre chararkteristischen Sounds. Präsenz Der Name ist Programm. Mit den Präsenz-Frequenzen kann man die Signale einzelner Intrumente näher und eindrucksvoller ("in the face") getalten. Auch für den Klang der menschlichen Stimme ist dieser Bereich von bedeutung. Zuviel davon "klingelt" förmlich in den Ohren, wirkt scharf und blechern. Der Höhen-Bereich Dieser Frequnezbereich umfasst ausschließlich Obertöne und Geräuschanteile akustischer Signale. Instrumente, die in diesem Bereich stark vertreten sind, sind beispielsweise Becken, Blasgeräuschen von Blechbläsern oder Anstrichgeräusche von Streichern. Ebenfalls hier beheimatet sind die geräuschhaften Laute wie S,sch,z,f und h. Die Höhen können einem Mix oder Signal Brillanz und Luftigkeit ("air") vermitteln. Deswegen ist hier auch die Gafahr relativ hoch zuviel dieser Frequenzen anzuheben. Ein Mix mit zuvielen Höhen, wirkt auf uns anstrengend und lässt das Ohr schnell ermüden.

Instrumente und ihre Frequenzbilder/ Teil 2

Nachdem wir uns gestern die Frequenzbereiche von Bass- und Snare Drum, sowie dem E-Bass angeschaut haben, kommen wir heute zu den Instrumenten, die im Frequenzfeld weiter oben anschließen. Da wäre als erstes Die E-Gitarre, die Frequenzen der Grundtöne der E-Gitarre reichen hinunter bis zu 140 Hz. Fülle und Bauch liefern bei diesem Intrument 200-500 Hz. Schärfe und Aggressivität bekommt man bei um die 1,5 und 3 kHz und bei 4-5 kHz findet man Glanz. Bei der Akkustikgitarre findet man die Grundtöne der tieferen Saiten bei etwas 80-120 Hz. Hier sollte man eingreifen wenn man nach einem runden und vollen Sound strebt. 200-300 Hz verstärken den Bauch, die feinen, hochfrequenten Anschlagsgeräusche liefert der Bereich zwischen 2 und 5 kHz Das Klavier oder der Flügel entwickeln einen satten und vollen Klang bei etwa 80-160 Hz. Möchte man den Anschlag oder "Punch" des Instruments herausheben sollte man in der Gegend um 2,5 und 7 kHz suchen. Achtung, wenn man es hier zu sehr übertreibt erhält man den typischen "Honky-Tonk-Piano-Klang". Über 7 kHz kann man den Klang des Flügels mit feiner Billanz veredeln. Einen warmen, voluminösen Klang bei Streichern realisiert man im Bereich von 200-300 Hz. Die filigranen Anstrichgeräusche spielen sich bei zwischen 7 und 12 kHz ab. Erscheinen die Streicher in einem Mix beispielsweise zu präsent, kann man dem entgegensteuern, indem man diesen Bereich etwas absenkt. Die Vocals entwickeln ihre Fülle und sonore Wärme im Frequenzbereich um etwa 100-140 Hz. Der Bereich zwischen 200 und 400 Hz verursacht, sowohl bei männlichen als auch bei weiblichen Gesangsstimmen oft ein undeutliches Dröhnen in der Stimme und ist somit ein Kandidat für eine EQ-Absenkung. Sprachverständlichkeit und Klarheit liegen bei ca. 3-5-kHz. Die ungelieben Zischlaute und rauschhaften Sibilanten sind im Bereich um die 7-11 kHz zu finden, Glanz und Brillanz lassen sich durch 12-16 kHz kontrollieren. Natürlich lassen sich diese Frequenzangaben nur als ungefaire Orientierung verstehen. Jede Stimme und jedes Instrument sind individuell und entwickeln, verbunden mit der Spielweise- und Technik des einzelnen Musikers/Sängers, ihre ganz individuelle Klangfarbe. Deswegen sollte man bei der Bearbeitung von Frequenzverläufen im Mix auch grundsätzlich immer seine Ohren als Referenz nehmen und niemals eine Frequenztabelle. Wichtiger noch aber als Frequnztabellen und EQ-Bearbeitung ist die möglichst klare, klangliche Vision, die man von einem Song hat und zwar bevor man das erste plug-in in den Kanalzug lädt. Erst dann sollte man eine zielgerichtete Veränderung am Frequenzbild vornehmen.