Dienstag, 10. November 2015

Grundlagen Effekte/ Teil 3: Modulationseffekte

Was ist überhaupt Modulation? Eine Modulation entsteht(Veränderung einer Schwingung) erreicht man durch die Einwirkung von Oszillatoren, kurz LFO`s (Low Frequency Oscillator). auf einzelne Parameter. Bei den Oszillatoren handelt es sich um Spannungsgeneratoren, je nach Vorgabe, schneller oder langsamer schwingen können. Anschaulich kannman dies am Beispiel eines Tremolos erklären. Hier steuert ein LFO den Lautstärkeparameter periodisch und in einer hohen Frequenz, moduliert also die die Tonhöhe des Signals leicht auf und ab (= Vibrato). Im Folgenden stelle ich euch nun die drei wichtigsten Vertreter der Modulationseffekte vor. Chorus
Dies ist der wohl am einfachsten gestrickte Modulationseffekt. Mit ihm kann man eine Art Ensemble Effekt erzeugen, ungefähr so wie wenn mehrere Musiker zusammen spielen und so minimale Zeitverzögerungen beim Spiel der einzelnen Musiker enstehen.Zusätzlich modulieren die Oszillatoren die leicht unterschiedliche Tonhöhenstimmungen subtil. Dadurch ensteht der typische, subtile Chorus Effekt, der z.B. Keyboard, und Fretlessbässe in der Wahrnehmung genehmer, weicher und runder macht. Flanger
Phaser
Der Phaser ist ein enger Verwandter des Flangers, arbeitet aber etwas anders. Wie der Ausdruck schon beschreibt entsteht der Phaser Effekt durch die Veränderung der Phasenlage des Signals. In der heutigen Musikproduktionen arbeitet der Phaser meist volldigital, wie die meisten anderen Modulationseffekte auch. Der Soundeffekt beim Einsatz eines Phasers lässt das Signal metallischer und künstlicher als der eines Flangers wirken. Phaser benutzt man hauptsächlich bestimmte Teile eines Songs mit außergewöhnlichen Sounds abwechlungsreicher und interessanter zu machen. Modulationseffekte sind keine klassischen Insert oder Send-Effekte. Je nach Anforderung können sie auf unterschiedliche Weise in ein Projekt eingebunden werden. Die meisten Modulationseffekte haben voreingestellte Presets. Mit ihnen herum zu experimentieren lohnt sich auf jeden Fall, sie können inspirierend wirken und einem einen kreativen Push und neue Ideen zur Soundgestaltung liefern.geben.

Grundlagen Effekte/ Teil 2: Delay

Ein Dealy ist im Grunde nichts anders als ein Echo. Dies ist auch die Übersetzung des Effekts. Nach dem Hall ist das Dealy wahrscheinlich der zweitwichtigeste Effekt beim Mischen und wird in der einen oder anderen Form in fast jeder modernen Musikproduktion eingesetzt. Delay ist ein schon ziemlich alter Effekt und war zu Beatzeiten ein beliebtes Stilmittel. Bei vielen alten Rock `n Roll oder auch Elvis - Aufnahmen könnt ihr z.B. das bekannte "Slap-Delay" hören. Mehr dazu später.


Doch nun zu den Einstellungsmöglichkeiten dieses Gerätes. Ich werde mich hier auf die wicxhtigsten Parameter beschränken, da es auch bei den Delays viele ziemlich ausgetüftelte Geräte mit nahezu unendlichen Manipulationsmöglichkeiten gibt:


Delay-Zeit
Die Verzögerung (meist in Millisekunden oder Notenwerten) des Einganssignals wird über dieses Parameter eingestellt. Ein Delay funktioniert in den allermeisten Fällen  besser wenn es synchron zum Songtempo eingestellt wird, über die heutzutage im homestudio eingesetzen  digitalen Delay plug-ins lässt sich das Echo ziemlich bequem automatisch zum Songtempo einstellen.


Feedback
Nachdem das erste Echo erklungen ist wird das Ausganssignal wieder an den Eingang zurückgeführt. Dieses Prinzip wird Rückkopplung oder eben auch Feedback genannt. Der Feedback Parameter bestimmt also die Anzahl und Dichte der einzelnen Signalwiederholungen.


Delay-Panorama
Dieser Regler ermöglicht die einzelnen Echos im Stereobild zu platzieren. Das ist insbesondere dann hilfreich wenn sich die Wiederholungen mit  dem Ausgangssignal in die Quere kommen oder Gefahr laufen dieses zu maskieren.



In komplexer ausgebauten Hallgeräten kann man auch mehrere, voneinender unabhängige Delaystränge (Tap-Delay) entwickeln. Dabei kann man das Echoverhalten des Signals quasi feri und unabhängig voneinander staffeln.


Wie verwendet man Delays?

Mit Delay kann man zum einen Signale größer und breiter wirken lassen. Dies erricht man, z.B.indem  man mit einem Stereo-Delay ein Monosignal links und rechts mit Echos "umspielen lässt". Zum anderen kann man, gerade bei sehr "luftigen" Produktion mit itrickreich getimten Delays  die Zwischenräume füllen und das Arrangement somit komplexer und interessanter machen. Delays können aber auch stilangeben für eine bestimmte Musikrichtung sein, wie das eingangs erwähnte

Slap-Delay
Diese spezielle Form des Delays geht auf auf die Zeit zurück, in der man versuchte künstliche Räumlichkeit durch spezielle Echokammern zu erzaugen. Diese kleinen Schallkammern warfen das eingespielte Audiomaterial schnell und reflexionsreich zurück, dadurch entsand eine sehr kurze Echoverzögerung. Dieses Echo wurde dann in der Rock `n Roll Ära als charakteristischer Effekt auf Vocls und Gitarren gegeben. Hört euch mal alte Aufnahmen von Chuck Berry an und ihr wißt sofort um was es geht.

Zum Schluß wäre noch zu beachten, dass der Delay- Effekt, genau wie der Hall-Effekt in den meisten Fällen als send Effekt eingesetzt wird. Das heißt das plug-in wird in einen Aux-CHannel geladen und dann mischt man den Echoanteil , je nach Wunsch den einzelnen Instrumenten zu. Deswegen sollte hier , falls vorhanden, der Wet Regler immer auf 100% stehen.

Grundlagen Effekte Teil 1/ Hallgerät

Warum wir Effekte in der Musikproduktion habe ich im letzten Beitrag ausführlich erklärt. Wir können unseren Mix durch Zuhilfenahme von Effekten interessanter gestalten, wir können ihm räumliche Tiefe und Breite geben und wir können den Mix größer und fetter erscheinen lassen. Wir beginnen mit dem wahrscheinlich wichtigsten Vertreter dieser Gattung: Dem Hallgerät. Um zu verstehen wie man mit einem Hallgerät arbeitet, muss man erst einmal verstehen wie der Schallverlauf überhaupt entsteht. Dieser entwickelt sich in drei Stufen: Nachdem der Schallimpuls stattgefunden hat hören wir zunächst den Direktschall,also das unmittelbare Schallereignis, gleich darauf folgen die Ersten Reflexionen (early reflections), d.h. der Schall trifft souzusagen auf die Hindernisse seiner Umgebung, die early reflections prägen somit unsere räunliche Wahrnehmung, also wie groß der Raum, Platz etc ist, in dem das Schallereignis sattfindet, zum Schluss folgt dann die eigentliche Halldauer oder der Nachhall. Wie sich der Nachhall genau gestaltet hängt wiederum stark von der Größe des Raumes und vor allem auch der Beschaffung der Oberfläche dieses Raumes oder Ortes ab. Mit unserem Hallgerät können wir diesen Schallverlauf und die dazugehörige Räumlichkeit nun künstlich erzeugen und darüberhinaus noch an ziemlich vielen Feinheiten diesbezüglich runfummeln. Ein Hallgerät wird meist als Send-Effekt über einen Aux-Kanal dem eigentlichen Sigbal hinzugemischt und sieht so oder so ähnlich aus:
Nun zu den Parametern und deren Wirkung im einzelnen: Early Reflections Hier könnt ihr vor allem Einfluss auf die räumliche Wahrnehmung des Hörers nehmen. In dem oben abgebildeten Hallgerät kann man z.B. die Größe und Form des Raumes bestimmen. Es besteht natürlich auch die Möglichkeit mit diesen Parametern Klangräume zu schaffen, die es so in der Realität gar nicht gibt. Nachhallzeit Die Nachhallzeit ist im Prinzip selbsterklärend. Hier kann man über die Zeiteinstellung in Millisekunden festlegen wie lange der hall braucht, bis er ausgeklungen ist. Halldichte ( Density, Diffusion) Über diese Parameter kann man den zeitlichen Abstand innerhalb der Reflexionen der Hallfahne einstellen. In einem kleineren Raum treffen diese sehr schnell aufeinander in einem größeren Raum ist es genau umgekehrt. Pre-Delay (Vorverzögerung) Das Pre-Delay ist die Zeit in Millisekunden, die zwischen dem Eintreffen des Direktschalls und dem Einsetzen der eigentlichen Hallfahne vergeht. Es formt damit auch den Eindruck der Entfernung zum eigentlichen Schallimpuls. Achtung verwirrend: Ein Signal mit kurzem Pre-Delay wirkt wie ein Schallereignis in weiter Entfernung, während ein Signal mit langem Pre-Delay dem Hörer eher den Eindruck eines nahen Schallereignisses vermittelt.

Wozu Effekte in der Musikproduktion ?


I
n den ersten Beiträgen dieses Blogs haben wir uns mit den wichtigtsten Grundlagen des Musik mischens auseinander gesetzt ( Lautstärkeverhältnisse der einzelnen Instrumente, die Verteilungd derselben im Stereofeld (Panorama), der Bearbeitung der einzelnen Frequenzbereich und zu guter letzt den richtigen Einsatz eines Kompressors.


Heute starten wir mit den Effekten in der Musikproduktion. In den nächsten Beoträgen beschäftigen wir uns mit den beiden wohl am häufigsten verwendeten Effektion in der Musikproduktion, mit Hall (Reverb)) und Delay (zu deutsch: Verzögerung). 



Wozu setzen wir Effekte in der Musikproduktion ein?

  • Um Räumlichkeit zu simulieren
Ein erster wichtiger Punkt ist hierbei mit Sicherheit die Räumlichkeit. Der Großteil der Insrumente und Vocals wird heutzutage komplett ohne Effekte, als "trocken" im Tonstudio aufgenommen, um sich danach noch möglichst vielen Bearbeitungsmöglichkeiten offen zu halten. Würde man einen Song mit den vorhandenen "trockenen" Spuren zusammenmischen, gäbe das ein sehr sprödes und dünnes Klangbild. Allein schon deswegen weil wir aus unserem Alltag Klänge praktisch nur in Verbindung mit Räumlichkeit kennen. Man denke hier an den recht trockenen Sound bei uns zu Hause, den "halligen" Sound im Badezimmer, einem Tunnel oder einem langen Gang oder dem Echo, das zurückkommt wenn man es in die Berge hineinruft.

All diese räumlichen Schallwahrnehmungen können wir mit Effekten in der Musik künstlich simulieren. 


  • Um eine Tiefenstaffelung der einzelnen Instrumente zu erzeugen

Wenn wir uns Musiker oder eine Band auf der Bühne vorstellen, stehen diese dort ja auch nicht alle in einer Reihe nebeneinander, sondern ebenfalls gestaffelt, der Sänger oder die Sängerin steht   ganz ganz voren, etwas dahinter meist der Bssist und die Gitarristen und noch wietre hinten dan das Schlagzeug, die Keayboards und evtl die Backroundsänger oder Blechbläser etc. Um diese Staffelung in der Musikproduktion künslich zu erzeugen verwenden brauchen wir Effekte. Hall und Delay sind hierbei unsere erste Wahl. Ein verhalltes Signal kommt uns weiter entfernt vor als ein trockenes Signal und wenn man sich in einer Kirch unterhält wirkt die Stimme aufgrund des großen Raumes auch wesentlich eindrucksvoller und mächtiger als wenn wir uns daheim in unserem Kleiderschrank unterhalten, weil eben jener viel weniger Rauminformationen aufbietet und außerdem durch die in ihm hängenden Kleider ein sehr trockenes Klangbild erzeugen wird, wohingegen die Kirche aus Steinwändenn wesentlich mehr Hall und Reflexionen erzeugen......na ja ihr wesst jedenfalls was ich meine :D.


  • Um Sounds lebendiger und eindrucksvoller zu machen

Einerseits gibt es in jedem Song Instrumente, die "den Song zusammenhalten" , sein Fundament bilden und ihm Stabilität verleihen. Darüberhinaus verfügen aber viele erfolgreiche Songs über Sounds, die einen starken Wiedererkennungswert, also das "Gewisse Etwas" haben. Als Beispiele kann man hier z.B. den Keyboardsound von Phil Collin`"another day in paradise", Den stark übertriebenen Autotune Effekt in Chers"Believe" oder die absichtlich leicht verstimmte Percussion in Lyyke Li`s "I follow rivers" aufzählen.



Effekte in der Musikproduktion dienen also dazu einem Song künstliche Räumlichkeit, Breite und Tiefe und das gewisse Etwas zu veleihen.

Die sechs Frequenzbereiche und ihre Eigenschaften

Die sechs Frequenzbereiche und ihre Eigenschaften Heute möchte ich über die sechs verschiedenen Freuqnzbereiche schreiben, die wir im Tonstudio unterschreiben. Diese Bereich und ihre Klangeigenschaften zu kennen ist essentiell, wenn man gute Musikmischungen fabrizieren möchte. So weiß man schnell wenn z.B. Wenn ein Mix matschig, dröhnig, dünn oder anstrengend grell klingt, in welchem Frequnezbereich man suchen muss um den Fehler zu beheben. Die sechs verschiedenen Frequenzbereiche sind: Sub-Bass Bass Tiefmitten Hochmitten Präsenz Höhen Nachfolgend erläutere ich kurz die einzelnen Bereiche: Der Sub-Bass Bereich Der Sub-Bass Bereich umfasst das untere Ende unseres Hörbereichs. Töne in diesem Bereich werden mehr gefühlt oder wahrgenommen als dass sie tatsächlich gehört werden. Das menschliche Ohr reagiert auf diesen Bereich sehr sensibel.. Die Frequenzen vermitteln uns in diesem Bereich meist ein Gefühl von Größe und Stärke, das hängt auch mit unseren unbewussten Assoziation von Gefahrensituationen zusammen. Oft arbeitet z.B. die Filmindustrie mit dieser psychoakkustischen Wirkung, um uns mit gezielten Sub-Bass Effekten in Angst und Schracken zu versetzen. (Schon mal die Schritte King Kongs im Kinosaal gehört? :D) Der Bass-Bereich In diesem Bereich finden sich meist die Grundtöne zu Akkorden eines Songs. Mixe, denen es an NBassfrequenzen fehlt klingen meistens dünn. Bassfrequenzen haben sehr viel Energie und müssen, um von unserem Ohr wahrgenommen zu werden deutlich lauter sein als z.B. mittige Frequenzen. Im übrigen sind Bassfrequenzen für unser Ohr nur sehr schwer lokalisierbar. Der Tief-Mitten Bereich Hier finden wir wichtigste harmonischen Klänge, die oftmals den Klangcharacter und die Klangfarbe eines Instrumentes definieren. Viele Instrumente entwickeln über diese Frequenzen ihre Fülle und Wärme. Nehmen die Tiefmitten im Gesamtmix allerdings überhnad, entseht der berühmte, undefinierte Klangmatsch Im Tiefmitten-Bereich haben die meisten Instrumente Frequenzanteile, deswegen sollte man hier bei der Musikproduktion ein besonderes Augenmerk darauf richten, dass dieser Bereich möglichst nicht zu überladen klingt Der Hoch-Mitten Bereich Im Hoch-Mitten Bereich finden wir die Frequentanteile, die einen Mix klarer und transparenter machen können. Zuviel des Guten in diesem Bereich läst die Mischung blechern oder näseln klingen, fehlen diesen Frequenzen empfinden wir den Mix als dampf. Vorzugasweise E-Gitarren und Snares entwickeln hier ihre chararkteristischen Sounds. Präsenz Der Name ist Programm. Mit den Präsenz-Frequenzen kann man die Signale einzelner Intrumente näher und eindrucksvoller ("in the face") getalten. Auch für den Klang der menschlichen Stimme ist dieser Bereich von bedeutung. Zuviel davon "klingelt" förmlich in den Ohren, wirkt scharf und blechern. Der Höhen-Bereich Dieser Frequnezbereich umfasst ausschließlich Obertöne und Geräuschanteile akustischer Signale. Instrumente, die in diesem Bereich stark vertreten sind, sind beispielsweise Becken, Blasgeräuschen von Blechbläsern oder Anstrichgeräusche von Streichern. Ebenfalls hier beheimatet sind die geräuschhaften Laute wie S,sch,z,f und h. Die Höhen können einem Mix oder Signal Brillanz und Luftigkeit ("air") vermitteln. Deswegen ist hier auch die Gafahr relativ hoch zuviel dieser Frequenzen anzuheben. Ein Mix mit zuvielen Höhen, wirkt auf uns anstrengend und lässt das Ohr schnell ermüden.

Panorama - ein oft unterbewertetes Stilmittel

Um zu verstehen was Panorama in der Musikproduktion eigentlich genau bedeutet sollte man sich erst einmal klar machen, dass unsere gute alte Stereoanlage uns einen Song räumlich darstellt. Über das Panning können wir entscheiden wo wir ein einzelnes Element plazieren wollen. Doch Panning ist mehr als nur das. Cleveres (z.B. automatisiertes) Panning kann Spannung erzeugen und es kann helfen Instrumente, die sich, was die Frequenzen betrifft, ähnlich sind, gegenseitig aus dem Weg zu halten und so für mehr Klarheit im Mix zu sorgen. Panning kann einem Mix auch zu mehr Größe, Breite oder Tiefe verhelfen. Aber was ist eigentlich richtiges Panning? Gibt es Regeln? Gibt es den einen richtigen Weg? Obwohl man meinen könnte, dass Panning von Song zu Song komplett neu bewertet werden sollte gibt es doch einige generelle Regeln in diesem Bereich, die man beachten kann. Stel dir z.B. eine Fimszene vor, in der sich gerade ein Unfall ereignet hat, ein Motorradfahrer ist frontal mit einem Auto zusammengestossen und von seinem Motorrad gestürzt. Stell dir vor die Kameraführung wäre so, dass ich die Kamera direkt hinter den Schaulustigen befände, du würdest nur die Hinterköpfe der Gaffer sehen, aber ättest keinen freien Blick auf die Unfallszenerie. Wäre es nicht besser der Regisseur würde die Schaulusten etwas nach links und rechts oder um den Unfall herum plazieren, damit der Zuschauer die wirklich wichtigen Dinge sehen kann? Klar, und das ist genau das, wa wir in einem Mix mit Panning machen. Der Pan-Regler lässt den Sound engineer z.B. die Backing Vocals oder die Gitarren zur Seite bringen, damit wir freie Sicht, bzw. in unserem Fall freies Gehör auf die wichtige Szenerie ( Leadvocals, Instrumentalsolo) haben. Noch ein kleiner Tipp zum Panning in Dancu Music Produktionen: Hier ist es wichtig die für diesen Musikstil wichtigen Elemente wie z.B. kick, snare, hi-hat und cymbals nicht zu weit nach links oder rechts zu pannen. Diese Art von Musik wird meistens in Diskos oder dance clubs gespielt und wenn man hier ein wichtiges element zu weit im Stereofeld nach außen setzt, hört es die Hälfte der Leute auf der Tanzfläche gar nicht.

Woran erkennt man einen Amateurmix?

Es gibt tatsächlich Anzeichen woran man einen "schlechten" Mix, bzw. einen Amateurmix erkennen kann. Man kann nicht gleich richtig sagen woran es liegt, aber man hört es, übrigens haben auch Laien als Menschen die Musik "nur" konsumieren diebezüglich ziemlich geschulte Ohren. Das kommt daher, dass wir alle seit frühester Kindheit unsere Ohren durch Radiosendungen, Fernsehen oder Musikproduktionen unserer Lieblingsbands für professionelle produzierte Musik trainiert haben und so recht schnell entlarfen können, ob ein Track von einem Anfänger oder Laien gemischt wurde. Anzeichen eines Amateurmixes: Ihr könnt kein wichtigstes Element im Song fokussieren, d.h. der Gesang verschwindet hier und da im Mix oder hat zu lange Pausen, so dass der Hörer beginnt sich zu langweilen und nicht mehr zuhört Mixe mit vielen Störgeräuschen, Man kann viele, laute Atmer, Lippenschmatzer oder Trittschallgeräusche des Sängers hören, im Gesamtmix hört man Knackser oder Hintergrundgeräusche, die während der Aufnahmesituation etntstanden sind. Der Mix hat keinen Druck und man kann die einzelnen Instrumente nicht klar unterscheiden (Klangbrei). Der Mix ist nicht druckvoll oder es fehlen Bässe. Der Mix klingt weit weg, leer und" kommt nicht direkt". Das liegt meistens am zu großzügigen Einsatz von Hall- und Delayeffekten Langweilige und uninteressante Sounds: Das liegt oft an zu oft verwendeten oder alten Sounds, die man schon in x Produktionen gehört hat. Um diese Fehler zu umgehen lohnt es sich seinen Mix daraufhin zu untersuchen ob er die sechs wichtigsten Elemente enhält und deren Kriterien ausreichend erfüllt: Ausgeglichene Lautstärkeverhältnisse zwischen den einzelnen Elementen Alle Frequenzen sollten ausreichend präsentiert sein Die verschiedenen Elemente sollten ausgeglichen im Panoramafeld verteilt sein Die räumlichen Dimensionen ( Hall & Deley ) sollten gut austariert sein Die Dynamik eines jeden Instrumentes sollte gur herausgearbeitet sein Der Mix sollte den Zuhörer zu jeder Zeit mit immer wieder neuen Elementen dazu animieren weiterzuhören
Im Folgenden möchte ich dir kurz erklären warum ich diesen Blog betreibe. Ich selbst bin Musiker und Songwriter, war lange Zeit als Drummer mit diversen Livebands unterwegs und, da ich das Songwriting liebe, tüftle ich nun schon seit einigen Jahren in meinem Homerecording Studio an eigenen Songs herum. Ich habe viel Zeit und ein paar Groschen investiert um mich im Bereich Audio Engineering weiterzubilden, arbeite mit Logic und war mit den mitgelieferten Tools und Plug-ins meiner DAW eigentlich immer recht zufrieden. Bis ich mich eines Tages mal in einem Forum mit anderen "Homerecordlern" unterhielt. Schnell stellte ich fest, dass sich die Gespräche in dieser Zunft hauptsächlich um`s Equipment, um Gear drehen. "Du bist nicht Pro bevor du nicht dieses oder jenes Neumann Mikrofon hast....Ohne den Preamp X der Firma X brauchst du gar nicht erst anzufangen Gesangsaufnahmen zu machen...Deine Lead-Vocals werden ohne dieses Waves plug-in nie fett klingen...Du brauchst unbedingt diese oder jene Abhörmonitore ansonsten bist du gar nicht in der Lage gute Mischungen zu machen.... Ich fing an an mir zu zweifeln, ich sah mir die "Gear-Auflistungen" der anderen User dieses Forums an, mit den allermeisten konnte ich nicht mithalten. Auf meinem, aus Platzgründen, ziemlich kleinen Schreibtisch krümmte sich ein überdimensionales yamaha-E-Piano meiner Freundin, das ich als Midi-Keyboard benutzte und das nicht mal über ien Pitch-Bend Rad verfügte :D, das billigste Audio Interface von M-Audio, Abhörboxen, ebenfalls von M-Audio für ca. 100€ und ein Audio Technica Mikrofon, ebenfalls für um die100€. Da ich damals Zivi war hatte ich nicht mal mehr 20 € für einen Popkiller übrig, deswegen habe ich mich mir selst einen aus einem metallringund Nylonstrünpfen meiner Freundin gebastelt, von einem Subwoofer konnte ich sowieso nur träumen.. Ich bekam tierischen Respekt vor diesen Typen und hab mir dann mal die Tracks angehört, die sie auf diversen Plattformen hochgeladen haben. Nach einiger Zeit wurde mir dann klar wie der Hase lief.... Viele Mixe dieser Hochleistungs-Homerecordler waren echt gruslig, keine saubere Balance, grusliges Gerumpel im Bass/Sub-Bass Bereich, Drums und Vocals, die sich unter überambitioniertem Einsatz von (wahrscheinlich sehr teuer erstandenen Kompressor Plug-ins) vor Schmerzen krümmten und Eq-ing bei dem man den Eindruck gewann, diese Leute wollten mit aller Gewalt, die Lautstärke die sie durch die maßlose Verwendung derselben ( Eq`s) , durch die zwei bemitleidenswerten Stereokanäle des Outputs zwängen. Durch diese Erfahrung gewann ich folgende, wichtige Erkenntniss: "Einen guten Mix kannst du dir nicht durch teures Equipment erkaufen". Eigentlich logisch, trotzdem glingt es vielen Herstellern ihrer Zielgruppe vorzugaukeln, sie könnten sich durch dieses oder jenes Plug-in einen besseren Mix erkaufen. Das ist Stuss. Du wirst nicht besser Auto fahren, weil du in Michael Schumachers Rennwagen sitzt, du wirst nicht besser Gitarre spielen nur weil du die Gitarre von Eddie van Halen umhängen hast, du wirst nicht besser Schlagzeug spielen, weil du einen Workshop mit Simon Phillipps besucht hast und genausowenig werden deine Mixe besser nur weil du denselben Vorverstärker benutzt, den Dave Pensado bei seinen Gesangsaufnahmen auch benutzt. Heutzutage kann man mit den on-board Effekten der allermeisten DAW´s Sachen machen, von denen man vor 20 Jahren in einem 200 000 €Tonstudio nur träumen konnte. Wichtig ist nicht die teuersten und neuesten Virtual Plug-ins. Wichtig sidn deine skills, deine Ohren und deine Fähigkeit zu hören was ein Song braucht. Darum soll es in diesem Blog gehen.

Montag, 9. November 2015

Gibt es eigentlich die richtige Mischstrategie? Ob sie sich dessen bewußt sind oder nicht, die meisten großen Audio Engineers haben in der Art und Weise wie sie an einen Mix herangehen eine gewisse Methodik entwickelt. Und obwohl diese Methode in Bezug auf den Künstler, die Band oder das Musikgenre etwas variieren kann, die Methodik bleibt meist die gleiche. Grob kann man diese Strategie in zwei Teile teilen: Teil 1: Wenn ihr euch die einzelnen Spuren eines Multitrack Projektes anschaut solltet ihr, BEVOR ihr anfangt zu Mischen diese drei entscheidenden Punkte durchgehen: - Sich klar machen in welche Richtung (Genre) der Song gehen soll -Das wichtigste Element des Songs (Gesang oder Instrument) heraussuchen und es (durch Volume, Panning, EQ oder Kompression) hervorheben - Den Groove des Songs (Funky, rockig, popig, usw.) herausfinden und versuchen die entscheidenden Instrumente drum herum zu bauen. Teil 2: Die drei Dimensionen groß, tief und breit Die meisten erfahrenen Mixer denken in diesen drei Dimensionen."Groß, tief und breit". Im Prinzip bedeutet das, dass man siecherstellen sollte, dass alle Frequenzen des Songs repräsentiert werden, dass man durch Hall und Delay eine nachvollzehbare Räumlichkeit erzeugt und dass man dem Mix eine gewisse Stereobreite gibt. Wie breit diese ist hängt sehr stark vom Genre und den Wünschen des Künstlers oder der Band ab. Zusammengefasst: - Die "Tiefe erreicht man durch Hall und Delayeffekte, und, während des Aufnahmevorgans , durch Raum-)Mirkofonierung, Overhead-Mikrofone und eventuell die Position in der der Musiker oder Sänger vor dem Mikrofon platziert ist. - Die "Breite" ereicht man vor allem durch das Panning, also der Verteilung der einzelnen Instrumente und Vocals im Stereofeld, das hat auch den Effekt, dassman nachher die einzelnen Elemete klarer hört und jedes seinen eigenen Platz im Mix hat. Beim Mischen spielne hier später evtl. auch noch Stereo Enhancer oder andere Effekte eine Rolle. - Um sicher zu gehen, dass alle wichtigene Frequenzen im Mix vertreten sind sollte man überprüfen ob sich die funkelnden, glitzernden Höhen in einer gesunden Balance zu den fetten, druckvolleren tieferen Frequenzen befinden. Oft bedeutet dies Fequenzen im Mitten Bereich heurauszufiltern ( Matsch). ----> Versuche in deinem Mix durch Volumen, Panning und sinnvolles Eq-ing Klarheit in der Form zu erzeugen, dass jedes Instrument in Hinsicht auf die drei oben genannten Bereiche seinen eigenen Platz im Mix hat.